Monday, 21. july 2008
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Heute möchte ich ein bisschen Werbung für eine Sache machen, von der ich finde
das sie viel zu unbekannt ist bzw. viel zu oft wieder an Wichtigkeit für einen verliert, weil sie einem nicht real fassbar ist. Richtig bewusst ist mir dieser Umstand ca. vor einem Jahr geworden,
als ich im Rahmen meiner Arbeit für den Waldorschulabschluss mal wieder über eine Broschüre von Plan gestolpert bin. Plan ist eine deutsche Organisation die international auf der ganzen Welt
Entwicklungsarbeit leistet und Patenschaften für Kinder vermittelt. Diese Broschüre hatte ich nicht zum ersten Mal gesehen und ich wusste auch genau für was sie warb. Warum also hatte ich mich
nicht schon früher mit der Möglichkeit auseinander gesetzt anderen Menschen zu helfen? Nach kurzem durchrechnen wurde mir nämlich klar, dass man mit lediglich 80 Cent am Tag einen enormen Beitrag
zur Verbesserung der Lebensumstände anderer Menschen leisten konnte. 80 Cent sind für den einen vielleicht zwei Zigaretten oder eine Tasse Café, aber was müssen 80 cent für einen anderen bedeuten,
der davon einen ganzen Tag leben muss?
Im Prinzip kann jeder diese kleine Gleichung für sich aufstellen und die Zigaretten oder den Café durch irgendwas ersetzen, aber es wird trotzdem immer das gleichen Ergebnis herauskommen: Die
Gleichung geht materiell auf, auf beiden Seiten befindet sich der selbe Wert, aber dennoch liegen Welten zwischen dem was er für den Einen und für den Anderen an Bedeutung hat. Eigentlich ist diese
Gleichung, die in sich eben nicht aufgeht, jedem in dieser Hinsicht auch sicherlich verständlich, dennoch gibt es verhältnismäßig nicht Viele die daran etwas ändern. Warum?
Mir fiel auf, dass es an der Perspektive liegen musste mit der man sich dieser speziellen Thematik nähert. Ohne eine gewisses Grundinteresse, fehlt einem meistens schlichtweg die Motivation
sich für etwas einzusetzen. Im Gegenteil, man versucht die Problematik eher möglichst von sich fernzuhalten. Deswegen bleiben Nachrichten wie z.B. das die EU bereit ist die Agrarsubventionen
zu 60% zu kürzen, auch nur eine weitere Nachricht unter vielen, die schon bald nicht mehr in unserem Bewusstsein ist. Und Broschüren, wie die von Plan, landen aus diesem Grund auch oft schnell
in den Mülleimern, sodass man sie schnell wieder vergessen hat bzw. vergessen kann.
Aber warum erzähl ich das eigentlich alles überhaupt und halte einen halben Vortrag zu gut und schlecht hier auf meinem Nz-Blog? Zum einen bin ich seit über einem Jahr selbst überzeugter Plan-Pate
und kann das nur jedem weiter empfehlen. Und zum anderen bin ich ja gerade selbst in der Lage, dass ich um Spenden bitte. Da ist es nur angemessen, wenn ich ein bisschen auch auf andere
Organisationen aufmerksam mache.
Deswegen möchte ich jetzt noch ein paar Infos dazu geben wie eine Patenschaft bei Plan aussieht.

Als erstes kann man Informationsmaterial direkt bei Plan anfordern. Man gibt
vorher noch an ob man lieber eine Patenschaft von einem Jungen oder einem Mädchen übernehmen möchte. (Plan fokusiert sich mehrheitlich auf Mädchen, da diese in der Regel immer schlechter gestellt
sind als Jungs). Anschließend erhält man eine Patenmappe in der alle Informationen zu dem Kind und seiner Umgebung gesammelt sind. Es sind auch zwei Fotos mit beigelegt. Zu diesem Zeitpunkt hat man
sich aber noch für nichts verpflichtet.
Der nächste Schritt ist dann die Unterzeichnung der Patenschaftübernahme. Diese beinhaltet einen monatlichen Betrag von 25€, der direkt dem Kind zugute kommt in dem er direkt lokal in der Umgebung
des Kindes für Entwicklungsprojekte eingesetzt wird. Bei meinem Patenkind wurde z.B. im vergangenen Jahr 16 Klassenzimmer mit Möbeln errichtet, ein Brunnen gebohrt, Freiwilligen eine medizinisches
Training ermöglicht und speziell für junge Menschen ein Projekt gestartet um die sprachlichen Fähigkeiten zu fördern.
Mindestens ein Mal im Jahr erhält man einen Bericht über Neuigkeiten und Fortschritte des Kindes sowie der Projekte. Darüber hinaus ist man angeregt in regelmäßigen Briefkontakt mit seinem
Patenkind zu treten um so auch eine persönliche Beziehung aufzubauen. Man kann sogar, wenn man die Möglichkeiten hat, sein Patenkind besuchen.
Eine feste Laufzeit der Patenschaft gibt es nicht. Man ist jederzeit frei die Patenschaft zum folgenden Monat zu beenden. Die einzige Grenze besteht, wenn das Kind das 18. Lebensjahr erreicht hat.
Dann darf es nicht mehr nach den Richtlinien von Plan gefördert werden, denn es sind vor allem Kinder, die von der Armut betroffen sind.
Weitere Infos findet ihr auch auf der
Website von Plan, wo ihr euch auch direkt für eine Patenschaft anmelden könnt.
So ich hoffe ihr habt es geschafft bis hier hin zu lesen und ich konnte euch eine kleine Anregung geben.
Liebe Grüße
Bennet
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